«SO NÖD!»
Präventionskurse gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
«SO NÖD!»
Präventionskurse gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
Im interaktiven Workshop «So nöd!» werden in kurzen Spielszenen Situationen dargestellt, wie sie am Arbeitsplatz vorkommen können. Die jungen Teilnehmenden urteilen, ob es sich dabei aus ihrer Sicht um eine sexuelle/sexistische Belästigung handelt oder nicht. Sie erfahren, was im Gleichstellungsgesetz zum Thema steht, was der Unterschied zwischen Flirten und sexueller Belästigung ist, wo kostenlos und rasch Beratung und Hilfe angeboten wird, warum sexualisierte Sprache am Arbeitsplatz ein Problem ist und wie es um die Handlungspflicht von Vorgesetzten steht. In weiteren Rollenspielen stellen die Jugendlichen ihre Erfahrungen (am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum) nach und diskutieren, wie darauf reagiert werden kann.
- Dauer: 3 Stunden mit Pause oder nach Absprache
- Kosten: nach Absprache
- ab 6 bis maximal 25 Teilnehmende
- Zielgruppen: Pflegeheime, Spitäler, Spitex, öffentliche Dienste, Berufsschulen und weitere
Seminar für Kader / Berufsbildner:innen
Im Rahmen dieses Kurses erweitern Sie als Teilnehmende anhand von Kurzreferaten, Rollenspielen, Fallbearbeitungen und Diskussionen Ihr Wissen. Sie trainieren Ihre Beratungs- und Handlungskompetenzen und schaffen die Voraussetzungen, um in Ihrem Unternehmen künftig Ihre fachliche Rolle professionell ausüben zu können.
- Dauer: 3 Stunden oder nach Absprache
- Kosten: ab Fr. 1600.–
- mit oder ohne juristische Fachperson
- ab 6 bis maximal 40 Teilnehmende
- Rollenspiele mit typischen Situationen aus dem Arbeitsalltag und Möglichkeiten, sich zu wehren
- Zielgruppe: Betriebe mit Lernenden und Praktikant:innen, Berufsausbildner:innen, Kader mit Führungsverantwortung, HR, Verantwortliche Umsetzung Gleichstellungsgesetz
PSEAH für NGOs
PSEAH (prevention of sexual exploitation, abuse and harassment) ist der von den Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen verwendete Begriff für Massnahmen zum Schutz von Menschen vor sexueller Ausbeutung, Missbrauch und Belästigung durch ihre eigenen Mitarbeiter:innen und das zugehörige Personal.
Mit interessierten Organisationen, die in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, erarbeiten wir massgeschneiderte Präventionsangebote für ihre Mitarbeitenden. Als Methode nutzen wir das Forumtheater – je nach Aufgabenstellung und Zielen der Organisation mit mehr oder weniger Theaterschaffenden und Moderator:innen.
Für von sexueller Belästigung betroffene Menschen
Wurden Sie sexuell belästigt, sei es am Arbeitsplatz, im öffentlichen Verkehr oder auf der Strasse? Hat Sie ein Vorgesetzter belästigt? Haben Sie wiederholt sexuell anstössige Kommentare von schwierigen Patient:innen erlebt?
Es ist wichtig zu wissen, dass Sie während Ihrer Lehre im Betrieb gesetzlich das Recht auf eine Vertrauensperson – diese untersteht der Schweigepflicht – haben. Kennen Sie die Vertrauensperson in Ihrem Betrieb?
Falls Sie ihre Vertrauenspersonen nicht kennen oder nicht wissen, an wen Sie sich wenden sollen, finden Sie hier Informationen und Beratungsstellen für betroffene junge Menschen – aller sexuellen Orientierungen und mit oder ohne Migrationsgeschichte.
Für am Thema sexuelle Belästigung Interessierte
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz findet in ausnahmslos allen Berufsgattungen statt. In der Privatklinik, in der Spitex, im universitären genauso wie im kulturellen Bereich, in der Gewerkschaft, in der Gastroszene, bei der Polizei, in der Verwaltung, der Bierbrauerei, im Grafikbüro, der Medienbranche – die Liste lässt sich erweitern. Dazu gehören immer auch Vorgesetzte, die sexuelle Belästigung nicht ernst nehmen, sie herunterspielen oder gar verneinen. Wer für seine Mitarbeiter:innen ein gutes, belästigungsfreies Arbeitsklima schaffen will – dabei geht es auch um andere Grenzverletzungen wie Rassismus und Diskriminierung aufgrund von Ausbildung, Herkunft und Gender –, darf sich nicht scheuen, das Thema immer wieder aufzugreifen. Laut dem Gleichstellungsgesetz müssen alle Firmen mit mehr als sechs Angestellten einmal jährlich das Thema auf die Agenda setzen. Wer weiss das schon? Wer macht das bereits?
